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Sehr empfehlenswert ist zu diesem Thema die Lektüre des 4. Kapitels
"Napoleon wird Prometheus - Prometheus Napoleon" aus Arbeit am Mythos von Hans Blumenberg.
Zunächst tut es aber auch ein Blick in eine Ausgabe des Eckermann
Gespräche mit Goethe. Das ist die primaere Quelle und damit unverzichtbar. Irgendwann
werde ich auf dieser Website die entscheidenden Passagen daraus
aufführen.
In der Studie von Andreas Fischer: Goethe und Napoleon, Frauenfeld 1900 befindet sich ein schönes Faksimile des Dankschreibens
Goethes an Lacepede, dem Großkanzler der Ehrenlegion, vom 12.November
1808 anläßlich der Verleihung des Kreuzes der Ehrenlegion.
Berthold Vallentins Napoleon und die Deutschen von 1926 ist für den heutigen Geschmack keine leicht verdauliche
Kost. Interessant ist es im Hinblick auf das Napoleon-Bild im
Georgekreis, dessen Genealogie von Cäsar, Friedrich II., Goethe,
Napoleon zu George führt... Zitat: "Was Napoleon für Goethe bedeutete,
warum er für ihn die einzige wirkliche Erscheinung in einem Weltzustand
bildete, der den Dichter von allen Seiten einengte, und von dem
er nichts gelten ließ als den nächsten vertrautesten Umkreis,
das ist jene ihm selbst ebenbürtige Ursprünglichkeit, Wurzelhaftigkeit
und Unbeschränkrheit der geistigen Kräfte, zugleich aber ihre
sichere Begrenzung und Bändigung in einem Maß, das kein christliches
oder ephemeres Gesetz lieferte, sondern aus der Persönlichkeit
selbst, ihrem eingeborenen Trieb zur Selbstvollendung floß.Was
beide gleich machte, einen in dem anderen ihresgleichen - Napoleon
in Goethe ahnen -, Goethe in Napoleon erkennen ließ, war ihre
"Sendung" und das unbeirrbare Gefühl davon."
Bernhard Suphan Napoleons Unterhaltungen mit Goethe und Wieland in: Goethe-Jahrbuch, XV. Band, Frankfurt a.M.1894
Wer sich nicht nur für Goethes, sondern auch für Wielands Gespräch
mit Napoleon und den Kontext interessiert, der sollte in Band
11 (VI. Doppelband) von Napoleon. Die Memoiren seines Lebens hrsg. von Friedrich Wencker-Wildberg, Wien u.a. 1924 schauen.
Darin finden sich zudem Auszüge aus Briefen und anderen Memoiren,
die das Verhältnis von Goethe und Napoleon beleuchten. Die Wencker-Wildberg-Ausgabe
ist ohnehin in jeder Hinsicht herausragend. Man kann sie antiquarisch
beim ZVAB bestellen. Ich habe für alle sieben, sehr gut erhaltenen Doppel-Bände
150 EURO in einem Berliner Antiquariat bezahlt. Die Lektüre macht
Spaß.
Bildmaterial zu Napoleon besorgt die französische Datenbank Base Jaconde. Geben Sie "Napoleon Bonaparte" bei ”Sujet répresenté” ein und klicken auf
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